Die Wurzeln der Malerei liegen schon in der Kindheit |
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Abstrakte Kunstbilder genauer betrachtet.
In der Jugend werden bei den meisten Künstlern die ersten Malversuche gemacht, durch große Vorbilder wie Dali, Picasso oder Hundertwasser angeregt. Es vergehen oft Jahrzehnte oder auch nur Jahre, eher sich die meisten Menschen dazu durchringen, Künstler auf Lebenszeit zu werden. Irgendwie ist es auch eine Berufung für denjenigen, wenn sie sich der Malerei zuwenden.
Frei von den alten Ordnungsbegriffen und unabhängig vom Gegenständlichen arbeiten sie in der abstrakten Malerei, einer Malerei wie in einem Traume.
Sie beginnen mit der Farbe und gehen zu Formen über, fügen aus den Formen heraus Farben. Und ebenso wie rein zufällig entstehen da auf einmal ein kosmischer Ozean, die Turbulenz einer roten Sonne, die wabernde Glut eines Vulkanausbruchs oder das vertraute, warme Antlitz von Mutter Erde. Und wie der „Zufall“ Galaxien formt, die Züge der Erde meißelt oder der Materie Leben einhaucht, so erinnern oft viele Kunstbilder an Berge, die Farben an Licht und der Duktus der Linien an Narben und Erosionen in Himmelskörpern. Das verstärkt sich, wenn die Kunstschaffenden mit verschiedenen Materialien experimentieren.
Sie arbeiten dann meist unkonventionell- aus dem Bauch heraus, nach Musik oder zur Musik - oder ganz im Stillen, aus dem tiefen inneren heraus; als Träger des Mediums zur Umsetzung ihres im Unterbewusstseins als Idee entstehen Werkes aus der Intuition heraus.
So ergeben sich harmonische Farbgebungen, die an Herbst und manchmal an Winter erinnern. Im Gegensatz hierzu stehen oft kräftige Farben, die manchmal die Pigmente erkennen lassen und so intensiv hervortreten.
In anderen Werken auf der Seite des Künstlermarktes, sind Arbeiten, die bereits durch ihre Bezeichnung als Improvisationen, Impressionen und Kompositionen die Nähe zur Musik als strukturelles Element zu erkennen geben, - jeglicher Figuration entrückt - jene Harmonie der Farbtöne und rhythmischen Formen die all diese Werke ausmachen.
Manchmal stehen sie aber auch wiederum im krassen Gegensatz zu den Arbeiten anderer Künstler auf unserer Seite des Künstlermarktes, die eine völlig andere Auffassung von der Malerei haben- Sie sind konträr in der Farbgebung. So ergeben sich auch innerhalb dieser Arbeiten noch einmal Kontraste. Vom ab gemischten Zinnober hin zum Indigo oder wiederum vom Nepalgelb zum satten, fast tropischen Grüntönen.
Die meisten abstrakt gemalten Kunstbilder entstehen nass in nass. Die Malprozesse und Schöpfungsstrategien sind durch die Nutzung des Zufalls und in der Wahl der Materialien für diese Arbeiten nachzuempfinden. Die der Schaffung der Erdkruste oder der Himmelsgestalten zugrunde liegen könnten: Sie lassen sich von der Natur und ihrer Gestaltungskraft inspirieren. Der Künstler mischt die verschiedenen Arbeitsmethoden wie die Elemente selbst: Der Kunstschaffende lässt Flüsse fließen, fügt das Spiel des Windes hinzu und scheint sogar das Feuer zu verwenden.
Naturmotive in abstrakter Form
Während des Malprozesses fließen Farbströme manchmal über eine schräg gestellte Leinwand, sich nach allen Seiten ausbreitend. Bäche unterschiedlichen Kolorits suchen sich ihr "Bett". Rinnen werden mit hartem Werkzeug in die Oberfläche gegraben, Sandstürme trockenen Farbpigments und siedeln sich auf der noch feuchten Farbe an. So verbinden sie sich mit ihr zu einer rauen, schrundigen, manchmal sogar aufgesprungenen Oberfläche aus dichter Materialhaftigkeit. Heißluft lässt die Farbe aufplatzen wie der brodelnde Überzug über dünnflüssigem Gesteinsbrei. Hier werden dann Materialien wie Sand und Marmormehl mit dazugenommen.
Als eine Variation über ein gegebenes Motiv (Landschaft als Oberbegriff) erscheinen Kunst und Wachstum, was sehr deutlich zum Ausdruck kommt in vielen Werken. Die Orientierung und Kraft holen sich die Künstler aus der der Natur aber auch aus der Großstadt, durch Lichtunterschiedlichkeiten und bewegtes Leben. Sie sind auch fasziniert von den Entwicklungsgesetzen und der Komplexität der Schöpfungsstrukturen, der ungeheuren Kraft der Entfaltung und des Wachsens, die sich sehr oft bei den Kunstwerken der Natur abzeichnen.
Die Künstlerin und der Künstler versteht seine Arbeit in den Kunstbildern als ein Teil dieses Prozesses. Und: Wachstum und Entwicklung fließen im schöpferischem Prozess ein. Sie wurzeln in einem tiefen Vertrauen in die Wachstumspotentiale der Natur und der Schöpfung. Das gibt den Kunstbildern eine ganz eigene Zuversicht und Kraft. Eine Kraft, die vielleicht beim Betrachten überspringt und den Betrachter mit Freude am Leben und an der Kunst erfüllt.
Diese ungestüme Vitalität wird in den verschiedenen Werken der Malenden durch die verschiedenen Techniken eingedämmt, geläutert und in Komponenten zerlegt um als spirituelle Konstruktion zu erstehen, theoretisch und untermauert durch die Farbgebung. So wird oft eine Weiterentwicklung, die wie eine umfassende Synthese alle Erfahrungen des arbeitenden Künstlers harmonisiert. Es erstreckt sich ein weites und breites Panorama der abstrakten Malerei, das die Auseinandersetzung mit der abstrakten Malerei dokumentiert.
Ein weites Feld für die Einflussnahme des Zufalls, .sie sind oft durch die teils kräftigen Erdfarben, von gebranntem Siena, Dunkler Ocker gemischte mit van Dyke Braun, Umbra, Elfenbeinschwarz und Phthaloblau zu erkennenden Naturmotive.
Die Naturgebilde, die uns begeistern, sind das Ergebnis einer Auswahl des Menschen. Nicht alles finden wir schön, nicht alles regt unsere Sinne an. Wir sehen selektiv in die Natur hinein – sind alle Künstler in der Auswahl, Kunstschöpfer mit immer neuem Blick. Dieser Blick ist natürlich subjektiv und individualistisch.
Damit schließt sich der Spannungsbogen zwischen Subjektivität und Objektivität, der den Reiz vieler im Kunstmarkt gezeigter Kunstbilder ausmacht.
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