Pigmente und Pastellkreide oder Pastellstifte
Die Pastellkreide ist ein Gemisch aus Farbpigmenten. Gips, weiße Kreide und Farbpigmente werden durch Gummiarabikum, Haferschleim, Leim, Gelatine, verdünnte Tempera - Emulsionen, Seifenwasser oder abgerahmte Milch gebunden. Um Einfluss auf die Härte der Stifte zu nehmen, wird Honig und Kandiszucker mit untergemengt.
Auf den verschiedensten Untergründen kann mit Pastell gearbeitet werden: Auf Papier, Velours, Holz, Karton, oder präparierten Leinwänden.
Da keine Eigenhaftung bei der Pastellfarbe besteht, muss sie sehr vorsichtig auf den zum Beispiel- Pastellpapier- in Blöcken zu kaufen - aufgebracht werden. Sie ist sehr berührungsempfindlich. Doch gerade diese Eigenschaft des Pastells ermöglicht es, die Farbe auf dem Papier zu verschmelzen. Einzelne Farbschichten können mit einem speziellen Radiergummi wieder entfernt werden.
Für einen exzellenten Zeichner ist das Malen mit Pastellfarben ideal. Sie ist hervorragend für die Darstellung von Landschaften geeignet im Freien und ist leicht zu handhaben. In den Gemälden von Edgar Degas verbindet sich eine nuancierte Verwischtechnik mit der Ausdruckskraft direkt gesetzter Striche, aber für solche Ausdrucksformen muss ein Künstler seht lange üben- wie in allen Bereichen der Malerei. Pastellmalerei ist auch eine Verwisch- und Wischtechnik, mit dem bloßen Finger oder anderen Hilfsmitteln, um die Übergänge zu schaffen.
Im Idealfall werden in der Pastellmalerei die Pigmente ohne Bindemittel auf das Zeichenpapier, Leinwand oder grundiertes Holz aufgetragen, was später alles fixiert werden muss. Sie haften aber auch durch Adhäsion, das heißt: Unter Adhäsion versteht man die Klebschichten in den Fügelteiloberflächen in der Gesetzmäßigkeit im Bereich der Klebstoffe. Alle genauen Vorgänge sind aber bis heute nicht geklärt. Verschiedene Abhängigkeiten innerhalb des Kelbstoffsystems und der Flügelöberfläche sind sehr vielfältig auf den beschichteten Pastellpapieren- so muss ein Malgrund immer etwas rau sein, weil die Pastelle sehr empfindlich sind und die Haftung der Pigmente schwach ist. Durch Bewegungen können sie schon wieder Pigmente verlieren und schnell verwischen, wo es nicht beabsichtigt ist.
Die Haftung muss erhöht werden durch Fixativ. Fixativ ist ein stark verdünnter Firnis und wird auf die Pastellarbeit gesprüht. So verändern sich aber die optischen Eindrücke des gemalten Bildes. Auf alle Fälle sollten wertvolle Pastellarbeiten in einem Glasrahmen präsentiert werden und in Mappen immer ein Platt Seidenpapier zwischen die Arbeiten legen. Wer es mag, sprüht seine Arbeit ganz zum Schluss ein.
Wie reines Puder oder Pigmentpulver wirken die Pastellwerke oft auf den Betrachter, dabei sie reflektieren nur das Oberflächenlicht. Die Leichtigkeit und Wirkung kann durch den Auftrag von Fixativ zerstört werden, wenn an verschiedenen Stellen etwas zuviel Fixativ gesprüht wird oder zu heftig, dann verfliegen die kleinen Pigmentteilchen und landen auf einer Fläche im Bild, wo der Künstler sie eigentlich nicht beabsichtigt hatte. - also daher- immer sehr bedacht und behutsam sprühen! Das Bild sieht dann auch so aus, als ob man es nass machen würde, aber dieser optische Effekt kommt durch das Bindemittel, wenn dadurch die Pigmente umschlossen werden.
Auch in der Pastelltechnik gibt es mehrere Möglichkeiten in der Maltechnik:
Man kann die Pigmente, die gemalt werden sollen, direkt mit dem Pinsel auftragen oder aber mit Pastellstiften und Kreiden. Im Allgemeinen lassen sich diese Farben schlecht mischen. Häufig verschiebt der 2. Farbauftrag den ersten und der zweite haftet nicht mehr auf dem Malgrund. So muss man grundsätzlich die Pastellfarben vormischen oder an die 100 verschieden Farbtöne besitzen um genaue Übergänge zu schaffen. - leichte Übergänge! Kleine Ausrüstungen und Kästen in der Pastellmalerei enthalten schon mehrer Dutzend und die großen dann mehrere Hundert. Nur so kann an einen ordentlichen Farbfluss darstellen.
In den Stiften enthaltene Bindemittel sind oft von einer anderen Konsistenz und haften so dann wiederum nicht auf dem Papier. Man sollte also immer auch die genaue Zusammensetzung kennen- Am besten immer bei einer Firma bleiben, denn da sind auch wieder unterschiedliche Zusammensätze, die sich nachher nicht auf dem Bild vereinbaren lassen und sie binden nicht die Pigmente auf dem Malgrund!
Unterschiedlich ist auch das Bindemittel in der jeweiligen Farbe, es hängt nämlich von den Pigmenten ab, der Stärke und die Stärke des Stiftes. Heute wird die Pastellmalerei hauptsächlich in einem anderen Zusammenhang benutzt- in Mischtechniken mit Tempera oder Gouache, allein steht sie kaum noch. Die Blütezeit der Pastelle war im 17. und 18. Jahrhundert.
Bei den billigen Stiften wird oft mehr Kandiszucker zugesetzt, weniger Pigmente und Honig um die Stärke des Stiftes zu bestimmen- so hat man dann auch wiederum weniger Brillanz in den Bildern und seinen Stiften- also hier nicht sparen, es zahlt sich nicht aus!
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