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Künstlermarkt finden Sie einzigartige Werke! Unter der Vielzahl der handgefertigten Unikate
werden Sie mit Sicherheit fündig. Dort, wo alles aus Unikaten besteht und Kunsthandwerk noch
eine wahre Kunst ist, werden Sie ohne großen Aufwand auf das ersehnte einzigartige Geschenk
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bergerarts
bergerarts
Beiträge: 35

Die Kunst von der Kunst zu leben!

Verfasst am: 20.10.2007 21:10   |   Gelesen: 1421

Vor einiger Zeit wurde auf einem Symposium in Zürich die Frage gestellt, wer von seiner Kunst leben kann und 90% der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler gaben an, dass sie ihren Lebensunterhalt mit Kunst nicht bestreiten können. Die restlichen 10% betreiben einen sehr großen Aufwand, damit der Umsatz stimmt. Im Internet, bei meiner Reschere kam ein ähnlicher Prozentsatz  (92% können nicht davon leben, 8% ja)  heraus.- also- wie soll man von Kunstleben? Wie fängt man es an, von der Kunst zu leben. Es sind wieder einmal Fragen über Fragen die sich ein jeder am Anfang stellt, wenn er sich zum Ziel gesetzt hat, Kunst zu machen. Wie ergeht es Euch allen so?

In der heutigen Zeit ist es gar nicht mehr so einfach von der Kunst, seinem zum Beruf gewordenen Hobby  oder seiner Berufung nachzugehen. Man muss den Mut haben, wenn man davon leben will, durch alle Höhen und Tief zu gehen. Die meisten Künstler haben heute einen Job und die Kunst ist eigentlich nur noch zum Zeitvertreib oder wird zur Entspannung-  das lenkt natürlich sehr ab und sie können ihrer eigentlichen Berufung - der Kunst nicht nachgehen. Es ist oftmals sehr schade!

 

Dann gibt es noch die Kunst für einen persönlich- Bilder mit Seele und Bilder für das tägliche Brot- Auftragsarbeiten- wo man praktisch eingeengt wird in Zwänge und keine Freiheit hat- es sind Bilder für Geld und Brot-  Das muss man schon früh lernen und zu unterscheiden und dann sind da noch die wenigen Bilder für einen selbst- für sich ganz persönlich- die tun weh, wenn man sie aus Geldmangel verkaufen muss. Es ist dann wie ein Einschnitt- als würde man einen Teil von sich selbst preisgeben und weggeben. Es ist so endgültig.

 

Dann ist da noch die Kunst zum Weiterkommen, sein Renomè und seine Wertigkeit zu steigern…von ganz unten nach oben arbeiten…über die Provinz, Wettbewerben und bis hin zum Museum.

Es ist oft kräftezehrend doch noch von einem kreativen Beruf zu leben- ist da das Wort Beruf überhaupt richtig - oder heißt es Berufung?

Unsere Gesellschaft braucht aber Kultur und Kunst

Die Essenz im Leben ist die Kunst.

Um das alles zu erfüllen braucht man einen freien Kopf, den Mut und die Vision und die visionäre Kraft es umzusetzen. - Geld- ohne dem geht heute gar nichts mehr- Anerkennung um durchzuhalten und Unterstützung durch Freunde, Mäzene und Familie. Das alles braucht man, um überhaupt „ loszulegen“ und zu guter Letzt das Vertrauen den Markt zu erobern- ohne sich zu verkaufen. Geistig auftanken- in sich gehen- alles genau abwägen…und einfach schaffen! Denn Individualität ist das kostbarste, was Kreative haben.

Dann kommt auch schon die Karriereplanung und mit dieser seine eigene Persönlichkeit mit in die Kunst einzubringen- als Kunst- oder Kulturschaffende. Jetzt kommt der nächste Punkt- Kunst als Unternehmen- Blockaden aufspüren, handeln und den Handel oder die Ausstellungen so zu organisieren, das sie Erfolg und Lebensfreude bekommen, der letztendlich zum Verkauf führt. Zeiträume abstecken- Zeiträume entwickeln, attraktive Ziele verwirklichen und realistische, gangbare Wege beschreiten- das ist heute auch Kunst!

  

Dann kommen all die Gedankegänge für einen selbst oder in Diskussionen:

Ich fühle mich oft zerrissen zwischen meinen Kunstprojekten und den Geldjobs.

Ich hätte gern mehr Zeit für meine künstlerischen Projekte.

Ich kann von der Kunst nicht leben. Steige ich aus? Und was dann??

Ich bin gut. Doch wie sag ich das dem potentiellen Kunden und Sammlern?

Eigentlich läuft alles einigermaßen, doch ich bin so entsetzlich ausgelaugt- woran liegt das bloß?

Ich würde ja gerne mehr machen, aber ich schaffe es einfach nicht…..vielleicht sollte ich ganz mit der Kunst aufhören, dann hätte ich wieder mehr Zeit für mich und meine Freunde

….so in etwas geht es vielen Künstlerinnen und Künstlern heute- sich als Opfer der Gesellschaft zu sehen- zu resignieren und ganz aufzugeben- die Lebensfreude fließt dahin- Selbstbemitleidung ist das Resultat vieler Künstlerinnen und Künstler. Es ist einfach schade!

Aber die Gestaltung der gesellschaftlichen Räume und die eines jeden ist eine notwendige - gekoppelt mit persönlichen Werten - befriedigende Tätigkeit und eine Schaffendphase eines jeden- ein Gedankenspiel-

Das Teilhaben mit seinen Werken in der Öffentlichkeit und eines von dieser zu werden…geht das noch?

Geht das wieder in unserer Gesellschaft, wo jeder gleich eingereiht und abgestempelt wird? Hierzu braucht der Künstler viel Kraft und innere Ausgeglichenheit um all das durchzustehen und er darf nie seinen „ Faden“ verlieren- sich nicht beeinflussen lassen, sondern er muss an sich glauben und das Gesehene umsetzen in seine Kunst, es erarbeiten…durchhalten- weitermachen- nach dem Motto- jetzt erst recht- nie aufgeben- keine Selbstzweifel aufkommen lassen an seiner Tätigkeit an sich! Einfach seinen Weh  gehen- das Leben wichtig nehmen mit der Kunst des Schaffenden und der Schaffenden. Neue Kraft- neue Ideen, aktiv werden. Spüren und fühlen was man kann und ist, integer bleiben ist auch ein befriedigendes Gefühl und die Kunst wird zur „ Macht“- Potentiale erkennen und fördern- zu begreifen- das ist auch Kunst…die Macht anzunehmen und den Genuss der Gestaltung…was viele Menschen nicht können, denn bei vielen ist die Begabung nicht ausgeprägt worden… Kunst zu schaffen…

 

So müssen wir oft lösungsorientiert arbeiten um zu überleben. Den zukünftigen Kunden maßgeschneiderte Lösungen und Bildvorstellungen verkaufen bei Auftragsarbeiten oder bei einer Projektentwicklung- individuelle Fragen und Antworten entwickeln heißt heute auch, Kunst zu verkaufen- nicht am Markt vorbei zu arbeiten…denn von diesem verdienten Geld kann man später das machen, was man wirklich erarbeiten möchte- also…die Kunst für sich und die Kunst für das tägliche Leben….

 

Themenschwerpunkte setzen….unter dem Motto:

Was kann ich…was will ich…

was kann ich machen um meinen beruflichen Weg klarer zu gehen ohne die Kunst aufgegeben zu müssen-

Was kann ich machen, um meinen Beruf als Berufung zu empfinden?

Wie stelle ich es an, meine Berufung professionell zu realisieren? Und letztendlich …

Was kann ich machen, um von der Kunst zu leben?

Berufserfahrungen zwingen uns zielorientiert zu arbeiten. Dies ermöglichen uns auch unsere Lebenserfahrungen und wir wissen im Allgemeinen, wo unsere Grenzen liegen. Es ist der Wunsch eines jeden sich der Gesellschaftsentwicklung anzupassen und daraus die Lücken, die wir in der Kunst umsetzen müssen, sei es um Geld zu verdienen oder es in Bildern oder Arbeiten zu kretisieren… aus ihnen Freihielt des Denkens und des Fühlens als Grundlage zum Handeln hin auszuarbeiten.  Es sind mehr oder weniger im Endeffekt Umbrüche  – Aufbausituationen im Leben eines Künstlers…Früher hat man gesagt, man muss mit der Zeit gehen…das ist heute fast genau so gemeint, wenn man nicht unter gehen will. Sich weiter bilden, am Markt orientieren und etwas neues wagen- einfach machen!

Was will ich?

Was passt zu mir wie setze ich es um?-

Wie setze ich meine Visionen in die Tat um, sodass sie sich für mich auszahlen in finanzieller Hinsicht-

Wie setze ich eine Vermarktungsstrategie um?

Das sind all die Fragen, die einen als Künstler beschäftigen sollten, denn dann kommt man zum Ziel, das man sich gesetzt hat. Es ist ganz gleich welche Richtung im Grunde gefragt ist, nur die „Verpackung“ muss stimmen- wie bei einem anderen Produkt- die Aussage und die Hintergründe, die man übermitteln will. Man kann viel mit der Kunst als Geheimnis arbeiten-  Kunst ist eben Kunst.

Internetgalerien aufsuchen, wie den Künstlermarkt!

Galerien aufsuchen oder aber Aufträge suchen und annehmen, die einem liegen oder die man erarbeiten muss- es ist nicht anderes heute in der Kunst. Sondern  man muss sein Werk als Produkt sehen wie ein anderes Produkt, dass auf den Markt gebracht werden soll - die Verpackung muss stimmen!

 

Die Realisierung der Vision ist vor allen Dingen eine Selbstvermarktung- der Person und des Werkes- eine Philosophie im ganzen Paket…

 

Viele sagen wieder, ich verkaufe mich nicht- ich biedere mich nicht an- aber von selbst kommt kein Galerist oder Kunde auf ein Dorf in den Bergen oder gar am Meer, in die Provinz.  Man muss schon selber vieles zu den Verkäufen betragen…wie zum Beispiel sich orientieren und die Seiten im Künstlermarkt buchen, denn sonst kann ja kaum ein anderer Kunstinteressierter die Werke sehen, der in München oder Hamburg wohnt- so wird alles transparenter und der Bekanntheitsgrad kommt von allein.Es spricht sich in der Szene herum, was der eine oder andere macht und man wird weiter gereicht, schöpft neue Ideen und Inspirationen, man informiert sich über die anderen Künstler und deren Werke. Der eine braucht diese Richtung, der andere jene Richtung von Kunstinteressierten Käufern und so geht der „Ball“, der so ins Rollen kommt, von ganz allein weiter- er beginnt zu rollen.

 

Zu Hause in der Kammer sieht keiner unsere geschaffenen Arbeiten sondern nur ein kleiner Kreis, der sie ohnehin schon kennt oder interessiert ist und man verkauft auch von zu Hause aus am wenigsten, denn die Kontakte sind das Kapital des Künstlers und schließlich die Verpackung. – Auch Ausstellungen sind nur immer einem kleinen Kreis in der jeweiligen Stadt vorbehalten. Über den Künstlermarkt erreichen wir so ein breites, gezielt Kunst suchende Betrachter unserer Arbeiten, die wir mit Galerien auch nicht so erreichen können.

 

Viele sagen dazu- dazu haben wir kein Talent- Aber das kann man erlernen-

Man muss es lernen um zu überleben in der heutigen Zeit - sonst geht die Zeit an einem vorbei und es war nichts mit der Kunst….es bleibt nur noch der Traum von der Kunst und die Selbstbemitleidung…es hat sich  ausgeträumt- das braucht nicht zu sein und ist ja auch letztendlich nicht gewollt von den Kunstschaffenden.

 

Man muss das ganze als Projekt Kunst- als Produktplanung sehen und fest an sich glauben, das ist das A und O!

Eine Selbstvermarktung!

Da wir uns ja alle keine teuren Agenturen leisten können oder nur die wenigsten unter uns-  denn viele stehen ja erst am Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn.Es ist auch viel ein Durchhalten - und ein täglicher Kampf ums Überleben in der Kunst….ohne dem geht gar nichts!

Dazu gehören folgende Fragen:

Was ist mein Ziel?

Was ist meine Berufung?

Wie kann eine Selbstdarstellung aussehen, die aussagekräftig und authentisch ist?

Was macht mein Produkt, meine Leistung aus?

Was ist das besondere?

Mit wem möchte ich ins Geschäft kommen?

Wer ist meine Zielgruppe?

Wie kann ich meine Zielgruppe erreichen?

Wie gestaltet sich gerade der Markt?

Wie komme ich da am besten zurecht?

Dabei ist das Handwerk und die Vollendung der Technik das Wichtigste …

denn sonst ist man auf Dauer auch kein guter Künstler, wenn man diese nicht aus dem „ F, F „ beherrscht- sondern ist nur ein am Rande stehender „ sogenannter Künstler“- … der irgendwie mitläuft- man muss immer besser sein als die anderen, sich selber hohen Ansprüchen stellen und eine gehörige Portion Kritik vertragen können, wenn diese gerecht ist, an sich zu arbeiten und  versuchen besser zu werden .- Dies müssen all die anderen Menschen in unserer Welt auch, die keine Kunst machen- oder? Darüber nachdenken und an sich intensiv arbeiten! -Nur so kann man auch zum Ziel kommen- aus Fehlern lernen!

 

Kunst ist nicht immer Show!

Die eigentliche Persönlichkeit, einen maßgeschneiderte Selbstvermarktung und die Beharrlichkeit, der Mut und die innere Einstellung führen ans Ziel! Die Offenheit zum Kunden stärkt wiederum den Mut, denn der wird durch Anerkennung belohnt ohne sich falsch darzustellen, denn das geht auch nicht gut auf Dauer. Akquise betreiben, wie jeder andere auch heute, Werbung machen, Einladungen, Fleyer, Presse, Infos und das alles in einem Gesamtpaket führen letztendlich an das anvisierte Ziel- Künstler zu sein und als Künstler zu leben mit allen Höhen und allen Tiefschlägen-Sich  nie aus der Rühe bringen lassen- immer durchhalten und an sein für sich persönlich gestrecktes Ziel glauben und denken! Es wird schließlich zur Gewohnheit und der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten- er stellt sich ganz von alleine ein- in der Kunst kann man nichts erzwingen- es kommt mit der Selbstvermarktung ganz von selber! Die Lust zu beginnen.



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Close Lars
Lars

Beiträge: 43
21.10.2007 08:24

Stimmt – stimmt – stimmt: Einfach perfekt. Dieser Beitrag ist Realität. Genau so ist es. Juliane hat hier in künstlerischer Schönschrift, professioneller Fachkenntnis und filigraner Kleinarbeit dargelegt, wie kompliziert die Kunst in unserer heutigen Gesellschaft ist. Eine Gesellschaft, die hop-hop-hop – mal eben die Millionen von A nach B transferiert – nur um noch mehr zu verdienen. Eine Gesellschaft, welche die Wertschätzung eines Menschen kaum noch kennt.

In diesem Aufsatz wird einfach alles angesprochen – ich weiß gar nicht, wo man anfangen soll, hier zu kommentieren. Eines nehme ich aber auf jeden Fall mit:

Neben der Realität gerade den Optimismus. Und den Spaß an der Freude.

Wir können nicht alle ein van Goch, ein Picasso oder ein Michelangelo sein. Es gibt eben nur einen Michael Schumacher, nur einen Albert Einstein und eine Käte Kruse...
Dafür gibt es aber auch nur einen Künstler faber, eine Künstlerin farbenreich und einen Künstler Fabrizio - neben (noch) 277 weiteren tollen Künstlerinnen/ Künstlern hier (Anmerkung: die Auswahl ist rein zufällig und ohne Wertung).

Noch etwas: Selbstmitleid ist nicht nur in der Kunst tödlich!

Kunst ist nicht immer Show! Richtig: Kunst ist eben (auch) Geschäft. Und mit einer gehörigen Portion Selbstbewußtsein (und Glück!) kann man es schaffen, andere schaffen es ja auch – oder?

Hier ist eine so starke und tolle Gemeinde, in der alle das gleiche wollen: Freude bereiten und verbreiten. Allein diese Tatsache genügt doch schon, jetzt erst recht anzufangen bzw. weiter zu machen. Und wenn es nur ist, gerade außerhalb dieses Portals, für den Künstlermarkt zu werben – so wie ich es tue. Denn wenn auch andere nette Menschen wissen, was sich hier so tut, wird das gewünschte Ziel erreicht.

Also: The show must go on – auf geht’s.

Liebe Grüße Lars


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Close Berndt Schulz - Digitale Kunst
Berndt Schulz - Digitale Kunst

Beiträge: 34
21.10.2007 08:40

Hallo Juliane,

vielen Dank für den sehr ausführlichen und wie ich meine hilfreichen Artikel. Natürlich wird sich ein jeder Künstler irgendwann einmal mit diesen Dingen befassen müssen. Ich selber habe erst vor ca. 3 Monaten angefangen mir Gedanken über die Vermarktung meiner Bilder zu machen und da ich auschließlich digitale Bilder gestalte war klar, dass ich diese nur über das Internet verbreiten kann. Es ist sehr aufwendig und kräftezährend eine geziehlte Vermaktungsstrategie zu verfolgen und manchmal habe ich gedacht das meine kreative Seite dabei leidet. Aber jetzt kann ich diese zwei Aspekte besser trennen. Das heißt: Ein Künstler ist sowieso nicht 365 Tage im Jahr kreativ und eben die nicht so kreative Zeit nutze ich dann um die Dinge der Präsentation und Vermarktung umzusetzen. Selbstverständlich war ich auch etwas enttäuscht als ich merkte, dass ich noch nicht soviele Bilder verkauft habe. Allerdings muss ich beachten, dass ich erst vor drei Monaten mit der Vermartung angefangen habe und bis jetzt natürlich in der absoluten Vorbereitung bin. Die positive Resonanz im Bezug auf meine Arbeit ist durchaus gegeben und das schätze ich sehr. Es ist also nicht so, dass meine Bilder nur was taugen wenn diese auch gekauft werden. Ich lebe auch ein gutes Stück durch diese positive Resonanz. Wenn ich mal mehr Verkäufe habe dann ist das wunderbar, aber ich brauche viel Geduld. Denn Kunstgegenstände sind nicht unbedingt ein Artikel des täglichen Gebrauchs. Sie sind ein Stück Luxus. Künstler die über genügend Geldmittel verfügen können selbstverständlich wesentlich intensiver Eigenwerbung betreiben, aber das trifft bestimmt nicht auf die meisten zu. Ob ein Künstler nun seine Bilder gut verkauft oder nicht sollte auf keinen Fall seinen Selbstwert beeinflussen, denn wie hat mir ein Internetgalerist mal gesagt: Hohe Verkaufszahlen sind nicht unbedingt ein Indikator für gute Kunst und niedrige Verkaufzahlen sind nicht unbedingt ein Indikator für schlechte Kunst". Er hat vollkommen recht. Ich kann nur empfehlen zu versuchen sich neben solchen Plattformen wie dem Künstlermarkt auch bei Internetgaleristen wie z.B. Kunstkopie oder Wooop zu bewerben. Klar, dort findet eine Vorauswahl statt aber wenn diese Hürde genommen ist gibt es einen Kooperationsvertag und diese Galerien übernehmen dann die Werbung, Verkauf usw.. Zudem haben diese Unternehmen einen hohen Bekanntheitsgrad.

Ein Gruss von

Berndt

www.berndt-schulz.com

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Close Artdesign Elke Kraft
Artdesign Elke Kraft

Beiträge: 4
21.10.2007 09:49

Hallo Juliane,
besser läßt sich dieses "Problem", das uns alle betrifft wohl kaum beschreiben.
Das wichtigste ist wirklich, an die Öffentlichkeit zu treten und den Mut zu haben auch unterschiedlichen Wege zu gehen. Ob das nun Ausstellungen, eine Dekoration im Schaufenster, Präsentation auf Kunstseiten, Zusammenarbeit mit Druckverlagen oder die eigene Homepage sind, ist eigentlich völlig egal. Die Augen auf machen und nach potentiellen Kunden suchen, sollte unser Ziel sein.
Dabei ist mir aufgefallen, dass es gewisse Zeiten gibt, die ich der Kreativität lasse und andere, welche ich dem Geschäft widme.
Sicher wird jeder aus seinen Fehlern erst lernen müssen. Bei meinem ersten Kontakt mit Kunstdruck-Herstellern wurde ich ziemlich übers Ohr gehauen, was ich allerdings erst später erkannte - aber ich fand trotzdem den Einstieg!

Neulich lernte ich auf einem Kunstmarkt einen Künstler kennen, von dem ich wußte, dass er international bekannt ist und von dem ich meinte, dass er zu denen gehört, die es wirklich geschafft haben. Es war ein super Event, aber die Besucher (es waren wirklich Mengen) bestaunten unsere Werke zwar, aber kamen, um ein sogenanntes Stadtfest, zu feiern. Der bekannte Künstler verkauft am Schluß ebenso fast nichts. Fazit: Es liegt nicht an der Masse, die man begeistert, sondern ob eine Kaufabsicht besteht. Es wäre interessant zu wissen, wieviele Besucher von livemaster wirklich auf der Suche nach Kunst sind.
Manchmal dauert es etwas, bis man die Ignoranz seiner Mitmenschen überwindet!
An die Öffentlichkeit gehen und die Werbetrommel für sich selbst rühren...und nicht aufgeben, denn jedem Erfolg geht ein Mißerfolg voraus, sonst würden man den Erfolg nicht erkennen!

Liebe Grüße aus Pegnitz

Elke Kraft
http://www.freenet-homepage.de/artdesignElkeKraft/


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Close SANDRINE
SANDRINE

Beiträge: 318
21.11.2007 21:06

Hallo Elke,

du hast in deinem Beitrag ein ganz wesentliches Wort genannt: KAUFABSICHT - und damit genau den Nerv getroffen! Ich habe vor wenigen Minuten einen Beitrag mit genau diesem Hintergrund zu Sabines Beitrag "Ausstellungen?" von heute gemacht.

Auch Roland's Beitrag läuft in eine ähnliche Richtung.

Viele Künstler begeben sich wie wild auf die Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten, klappern Galerien ab, wie auch immer, und sind verzweifelt, weil sie keine Möglichkeiten bekommen auszustellen oder ihre Kunst keinen Käufer findet.

Wenn ich als Künstler die Absicht habe, meine Bilder zu verkaufen, dann

- würde ich mich mit dem MARKT auseinandersetzen...
- würde ich mir überlegen, wer meine ZIELGRUPPE sein könnte, meine Kunst überhaupt kaufen könnte...
- würde mir Gedanken darüber machen, wo sich diese Menschen aufhalten,
- was sie für ein Kaufverhalten haben und wo sie ihr Geld ausgeben...
- würde mir den bestmöglichen Weg überlegen, genau diesen Menschen meine Kunst so nah unter die Nase zu legen, dass sie gar nicht dran vorbeikommen!

Alles andere macht m. E. wenig Sinn - da kann ich auch ins Kasino gehen und Roulette spielen.

Sollte ich feststellen, dass meine Werke keine Abnehmer finden (nachdem ich bereits 1 Jahr oder mehr wirklich alles ausprobiert habe), dann würde ich mir doch langsam aber sicher mal Gedanken machen, ob meine Kunst überhaupt eine wirkliche Zielgruppe hat.

Wäre das nicht der Fall (und das müßte ja so sein, wenn ich dauerhaft keine Käufer finde), dann würde ich mir überlegen, ob ich vielleicht etwas an MEINER Kunst ändern sollte. Denn wenn ich meine Bilder verkaufen möchte, dann nützt mir der beste Idealismus nichts, wenn sie keinem gefällt - und sie vor allem keiner kauft!

Bin ich dazu allerdings nicht bereit, weil es mir wichtig ist, meine Kreativität so auszuleben, wie es mir gefällt - und nicht den anderen -, dann wäre der Punkt gekommen, wo ich mich von dem Gedanken des Verkaufens meiner Kunst verabschieden würde, und mich einzig und allein mit meiner Kreativität beschäftige. In der Hoffnung, dass mich vielleicht irgendwann mal einer entdeckt und mich auf boyesianische Weise vermarktet oder dass ich in einem nächsten Leben von oben beobachten kann, wie die Welt plötzlich meine bis dahin verkannt Genialität entdeckt! - Ich könnte dann guten Gewissens sagen, dass ich mir selbst treu geblieben bin - darf mich aber in meinem jetzigen Leben nicht darüber ärgern ... denn ich habe es ja nicht anders gewollt!

Oder?

Lieben Gruß

SANDRÌNE

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Close SANDRINE
SANDRINE

Beiträge: 318
21.11.2007 21:10

Korrektur: ich meinte natürlich "beuysianische"

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Close Roland H. Palm
Roland H. Palm

Beiträge: 31
21.10.2007 13:04

Zuerst einmal möchte ich anmerken, dass ich es prima finde, hier eine so lebendige Plattform für sachliche und höfliche Diskussionen zu haben.
Deine Anmerkung, liebe Juliane, kann ich nur unterstreichen. Seit ca. 28 Jahren arbeite ich im künstlerischen Bereich. Allein, eine Existens ausschließlich durch die Malerei wäre auch bei mir nicht denkbar: meine Frau hätte sich von mir getrennt, meinen Töchter müssten ihr Studium abbrechen und ich würde verhungernd im nächsten Maisfeld liegen. Traurig aber wahr! Daher habe ich vor 26 Jahren angefangen, sogenannte "Brotkunst" zu machen. Ich arbeite für Verlage, Souvenir-, Geschenk-, Werbe-, Verpackungsfirmen, zeichne Cartoonpostkarten und vieles mehr. Auch dass macht Spaß, bringt gutes Geld und der Markt ist groß - immer vorausgesetzt, man hat eine Idee, die ankommt. Zumindest arbeitet man hier sehr kreativ und kann nach Herzenslust den Pinsel oder die Stifte kreisen lassen. Nur darauf fixiert zu sein, von der freien Malerei zu leben, wird wohl für die meisten von uns in einer Enttäuschung enden. Also, sucht Euch lieber eine gewerbliche Nische, freut Euch wenn Ihr Eure Artikel irgendwo in den Kaufhäusern wiederfindet und genießt - ohne Existensängste zu haben - weiter Eure schöne malerische Tätigkeit.
Übrigens, von den 8%, die vorgeben, von der Kunst zu leben, sind bestimmt noch einige Prozentchen dabei, die einen solventen Partner haben, der das tägliche Dasein durch regelmäßiges Einkommen sichert. Das wird leider gerne oft verschwiegen.
Also munter weiter mit viel Freude und Fantasie und vor allem Spaß an der Sache.
Herzliche Grüße an alle,
Roland

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Close SANDRINE
SANDRINE

Beiträge: 318
21.11.2007 20:43

Hallo Roland,

das ist ein interessanter Hinweis, den du da gibst! Denke doch mal drüber nach, dich unserem Netzwerk anzuschliessen - so innovative Menschen wie dich könnten wir da gut gebrauchen , das meine ich ernst!

Schau einfach mal auf meiner Homepage im Bereich Netzwerk rein (auch auf den Flyer), ob dich das interessieren könnte...

Würde mich freuen, deine Anmeldung entgegennehmen zu können

Lieben Gruß
SANDRÌNE

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Close Marcus Vallböhmer
Marcus Vallböhmer

Beiträge: 26
21.10.2007 16:38

Hallo Juliane!
Ich denke Du hast vielen Hier aus der Seele gesprochen, es ist schwer noch Etwas hinzuzufügen.
In der Tat ist es so, dass wir kompromissbereit sein sollten.
Irgendwann steht der Künstler vor der Überlegung wie er seine Leidenschaft, oder Berufung, in seinem Leben platzieren soll. Ganz natürlich ist es des Künstlers Bedürfnis sich zu äussern in Form seiner Kunst, darzustellen was Ihn bewegt….. aber was wenn es Niemand haben möchte? Wir müssen Alle leben! Woher kommt mein Brot wenn ich nichts verkaufen kann? Eine Möglichkeit – Auftragsarbeiten – immerhin ist auch da in vielen Fällen Kreativität gefordert, aber es bedeutet auch Einschränkung und es bedeutet Bereitschaft Ideen anderer in sein Werk mit einbeziehen…. Aber es bedeutet auch die Möglichkeit Geld zu verdienen mit der Arbeit die wir lieben. Na ja schlussendlich eine Frage des Standpunktes.
Wie auch immer, ich denke wir dürfen nicht aufgeben, wir sollten versuchen dem Kompromiss eine positive Note zu geben, nehmen wir die Herausforderung an, wer sich berufen zur Kunst soll es ausüben und wenn kein Lohn dabei herauskommt so haben wir immerhin einen Lebensinhalt, wir haben Visionen, unser Geist ist in Bewegung und wir rosten nicht.
Gruss Marcus


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Close Klinger
Klinger

Beiträge: 38
22.10.2007 11:30

Hallo Juliane,
ich kann mich nur an die bereits verfassten Kommentare anschließen. Dein neuer Beitrag triffst die Synapse des Existenziellen. Deine äußerst gehaltvollen Kommentare, die von umfangreichen Fachwissen und Erfahrungen zeugen, sind mir sogleich aufgefallen und scheinen dem Forum kraftvoll positive Impulse zu geben, woraus... Danke! .... interessante Exkurse entstanden. Das trifft auch für viele andere Mitglieder zu. Bin allerdings noch nicht allzu lange in dieser, wie ich finde, wunderbar kommunikativen Künstler"gemeinde"-erst hier durfte ich erfahren, dass es so etwa wie freundschaftliche Koexistenz zwischen Künstlern geben kann. Diese neue Erfahrung hat mich, ohne sentimental zu werden, zu Tränen gerührt.

Viele Grüsse
Inge


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Close

Beiträge: 
25.10.2007 22:51

Liebe Juliane, ja Du hast das Wesentliche am Künstlersein erfaßt und sprichst mir aus dem Herzen. Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht.
Vielleicht nur noch ein ergänzender Gedanke, der Weg des Künstlers ist immer auch ein gemeinsamer, wie halt die Künstlergemeinde, gemeinsam niveauvolle Kunstmärkte zu organisieren, gegenseitig Ausstellungen besuchen, Leute kennen lernen, Künstlerkollegen durch eigene Anwesenheit unterstützen, in Kunstvereinen mitwirken...
Ich wünsche uns allen, dass wir eines Tages von unserer Kunst leben können.
Liebe Grüße ChrisTina

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Close WERWIN
WERWIN

Beiträge: 10
03.11.2007 14:05

...und nach seinem Ableben erkannten Sie wer er war!

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Close SANDRINE
SANDRINE

Beiträge: 318
21.11.2007 21:13

... ich habe nicht den Eindruck, als wollten sich die Künstler in dieser Gemeinde (mich eingeschlossen) mit diesem Satz abfinden

LG
SANDRÌNE

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Close WERWIN
WERWIN

Beiträge: 10
22.11.2007 10:53

Auf gar keinen Fall sollte man sich damit abfinden!

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Close H. RASPler.
H. RASPler.

Beiträge: 4
09.02.2009 14:28

Dazu gehören folgende Fragen:



Was ist mein Ziel?

auf die vielen Fragen von
bergerarts;...

Ich sah einmal in der Nikolaikirche 4 buddhistische Mönche.
Die formten innerhalb von 33 Tagen ein Sandmandala.
Wäre dieses Sandmandala mit Leim fest gebunden worden,- wäre es viele tausend € wert.
Nein,- als es fertig war kippten sie ihr Bild in ein Fluss.

Seit Kindheit an habe ich eine Berufung, nein schon vor der Geburt.
Seit meiner Geburt lernte ich nie aus.
Das wird sich bis zu meinem Tod nicht ändern.

Schon früh konnte ich malen, aus freien Gedanken heraus formen.

Berufe habe ich drei erlernt, im Zuge der Globalisierung,- quasi entrümpelt/rationalisiert.
Wollte eigentlich Grafikdisigner werden, doch diese Arbeit nehmen uns heute die Computer ab.

Manche Jahre malte ich viel, manche wenig.
Wenn ich wenig malte, sammelte ich.
Fand ich nichts, hatte ich wenigstens Erfahrung gesammelt.

Das Leben ist eigentlich umsonst.
Ohne Kosten wurde ich geboren, auf den Weg geschickt.
Habe schon früh erkannt, das der Weg mein Ziel ist.
Handarbeiten liegen mir sehr, machte damit Einiges.
Im Zuge der Globalisierung gibt es viele Raubkopierer, nehmen mir das Futter wech.
Ich such mir einen neuen anderen Weg.

Selbst lebe ich nicht aus Lust und Liebe, eher weil ich berufen bin zu leben, gestalte meinen Weg in Liebe.
Werden meine Werke gebraucht, habe ich etwas, zumindestens Anerkennung.

Bilder, egal welche ich male, sind für mich persönlich ein Stück Tapete meiner Wohnung, -im grossen so wie kleinen Kosmos.
Wenn diese verkauft sind freue ich mich, dass Jemand an meiner Wohnung teilhaftig wurde, meinen Geschmack teilte.

Solange ich meinen Weg, meine Berufung als Ziel betrachte, ist für mich der Profit Nebensache.
Hauptsache meine Werke und ich lande nicht in der Obdachlosigkeit.
Solange ich gesund bin werde ich malen, Niemanden sagen, "du -musst- dir meine Bilder angucken", eher "du kannst sie angucken".

Ähnlich ist es wie mit dem Schwimmen,- wer schwimmen kann,- verlernt es nie.

Lieben Gruss
H.RASPler.



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