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Der Künstlermarkt ist der Martkplatz für handgefertigte Unikate und einzigartige Geschenke aus den Bereichen Kunst und Kunsthandwerk.
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Künstlermarkt finden Sie einzigartige Werke! Unter der Vielzahl der handgefertigten Unikate
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bergerarts
bergerarts
Beiträge: 35

Die Kunst des Künstlers, sich selbst zu finden

Verfasst am: 04.11.2007 08:11   |   Gelesen: 881

Im Laufe der Zeit hat sich das Bild des Künstlers gewandelt.

Im Mittelalter wurde der Künstler noch als Handwerker gesehen. Er war in die soziale Rangordnung der Zünfte gewesen und integriert. Seit der Renaissance emanzipierte er sich um als Hofkünstler dem engen Betrieb der Zünfte zu entfliehen. Erst Ende des 18. Jahrhunderts tritt er losgelöst aus den sozialen Bindungen und von allen kollektiven Schaffen geprägt und der damit verbundener Auftragskunst,  endlich als freier Künstler in Erscheinung. Dies hatte alle seine Vor- und Nachteile wie es heute noch immer ist. Es hat sich also nicht viel geändert bis hin zum heutigen Markt.

 

Heute ist der ärmliche Künstler allerdings nicht mehr gefragt- es wird nur noch von Erfolgen gesprochen- von kommerziellen Erfolgen- kann der Künstler von der Kunst überhaupt leben?

Die Gedanken der Leute und Menschen kreisen dann meist nur um das eine Thema.

 

Einige Künstler leben schon seit langen von der Kunst, von ihrem Erfolg der Verkäufe- aber das ist eher selten heute ob man nun mit Galerien zusammenarbeitet oder nicht. Es lohnt sich nur selten. Am besten verkauft der Künstler immer noch seine Arbeiten direkt aus dem Atelier und seit einiger Zeit über das Internet- was sich immer mehr durchsetzt.  Die Vertretung durch Galerien ist für einen Künstler sehr wünschenswert, um international hervorzutreten auf dem Kunstmarkt. Um überhaupt wahrgenommen zu werden.

 

Wirklich gute Galerien sind sehr selten geworden, die ihre Künstler auch weiter vermitteln an Kunstvereine, Museen oder in der Presse auf sie aufmerksam machen. Einen Katalog erstellen und sie mit zu internationalen Messen nehmen. So muss man sich heute seinen eigenen erlesenen Sammlerstamm aufbauen- es geht ohne dem nichts  mehr...eben wieder- durchhalten!

 

Diese findet man nicht in Galerien und Museen, sondern in der freien Wirtschaft- Unternehmen die groß genug sind, um auch Ankäufe zu tätigen.

 

Als neue Einnahmequelle ist auch das Kunstleasing nicht uninteressant und stellt oft eine lukrative Einnahmequelle des Künstlers da. Den größten Teil seines Erfolges muss allerdings der Künstler selbst in die Hand nehmen.

 

Dann wäre da noch die Vermietung der Arbeiten auf Zeit an Anwaltskanzleien, Ärzten, Hotels, Architekten, Werbeagenturen usw. Hier bekommt der Künstler für sein Werk, je nach Größe und Dauer eine Mietgebühr / Leihgebühr - von 20, € bis 100,- € und mehr pro Bild- monatlich-  hier sind keine Grenzen gesetzt. Der Mietpreis kann, wenn gewünscht,  falls der Mietende es später erwerben möchte, mit angerechnet und in den Kaufpreis verrechnet werden. Hier sollte der Künstler aber einen Vertrag machen mit dem Mietenden.

 

Die Künstlerin oder der Künstler sollte bei diesen Unterfangen stets eine interessante Erscheinung darstellen, elegant gekleidet, charmant und professionell. Niemals Kunst verschenken. Den einmal festgelegten Preis nie unterbieten oder in Galerien zu einem günstigen Preis als Aktion verkaufen- dann lieber Nudeln mit Ketschup- eben wieder- durchhalten!

 

Durch langjährige Erfahrungen, spricht man auch erst von Projekten, wenn sie unter Dach und Fach sind- man prahlt nicht mit ungelegten Eiern, das schadet dem Image des Künstlers und er gilt sonst als unglaubwürdig.

 

Die Sammler behandelt man mit äußerster Diskretion.

Ein Künstler drängt sich auch niemals auf, das kann bei einem Sammler schief gehen. Eine hanseatische, gewisse, vornehme Zurückhaltung ist da immer angebracht- bei gleichzeitiger Präsenz und absoluter Verlässlichkeit. Eine große Portion Geduld und Durchhaltevermögen ist auch sehr wichtig.

Ab und an muss man den Sammler einmal in sein Atelier einladen oder zur gerade laufenden Ausstellung oder einfach nur so zu einen Empfang.

 

Die exzentrischen Künstlerinnen oder Künstler finden das vielleicht öde- sie treten als Avantgardekünstler in Erscheinung- wie Dali.

Bei vielen von ihnen sieht man es auch am Outfit, sie fallen immer aus dem Rahmen in jeder nur erdenklichen Gesellschaft. Sie sind wandelnde Kunstwerke und sind sofort als Künstler erkennbar. Sie treten auf- wie auf einer für sie geschaffenen Theaterbühne. Sie haben sich so schon einen Platz in der Gesellschaft erarbeitet- meistens sind es auch Performance- Künstler und die abstrakten Bilder entstehen in der Öffentlichkeit- vor den Augen der Besucher- als Aktion- eine Kunst im Raum. Sie stilisieren sich selber.

 

Das ist heute auch spektakulärer denn je. Man empfängt Freunde und Förderer in seinem Atelier, ebenso den Galeristen- es ist stimmig und mystisch zugleich. Es spiegelt oftmals die Kunst wieder sowohl als Erscheinung als auch als auch durch die Ausstrahlung des Künstlers. Es ist ein Gesamtkunstwerk und so kann man auch verkaufen. Es ist die Einheit von Kunst und Person.

 

Einige Künstler wissen auch die Medien für sich zu gewinnen. Und machen ihren Auftritt für sich zu nutze. Es ist oft originelle Kunst, die aber nur durch die Person des Künstlers in den Raum tritt. Es ist komplett abgerundet und bis ins letzte geplant und stilisiert. Aber an erster Stelle steht immer wieder das Wort- Zuverlässig und Professionell- sonst geht gar nichts und man ist von einem Moment zu anderen weg „ vom Fenster “-

 

Der Künstler als sein eigener Vermarkter.

Der Künstler mit einer perfekten Selbstdarstellung.

Der Künstler, der alleine in der Öffentlichkeit auftritt- den Verkauf aber seinen Galeristen überlassen- auf Kunstaktionen konzentrieren- denn oft schafft man beides nicht-

 

Sponsorensuche- die Wirtschaft an die Kunst über Jahre binden- soweit es der Kunst dient, ist alles okay, denn aus seinen Verkäufen kann man viele große Projekte nicht mehr finanzieren heute.

 

Jeder Künstler muss heute zu seinem ihm eigenen Vermarktungsmodell greifen.

Persönlich auf ihn zugeschnitten oder was ihm entspricht um zu seiner ihm eigenen Stilisierung seiner Selbst zu finden,  die für ihn authentisch ist.

 

Schon Günther Ueker sagte: „ Man muss sich ausprägen, man hat nur sich...“. 



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Beiträge: 
04.11.2007 10:08

Hallo,

erstmal vielen Dank für den wirklich aussagekräftigen Artikel. Durchhalten scheint eine der Hauptbeschäftigungen für noch nicht so bekannte Künstler zu sein. Kunst zu erschaffen und diese dann erfolgreich zu vermarkten sind wohl verschiedenen Dinge welche aber untrennbar zueinander gehören. Manchmal lese ich im Künstlermarkt Meinungen bei denen das Vermarkten überhaupt nicht gut wegkommt. Oft wird es so dargestellt, dass das Vermarkten eines Kunstgegenstandes die Rechtschaffenheit und lautere Absicht eines Künstlers in Frage stellt. Irgendwie kann ich dem nicht so ganz folgen. Natürlich wird es als ideal angesehen wenn ein Künstler sein Werk erstmal ganz frei (wenn das überhaupt geht) von irgendwelchen kommerziellen Absichten erstellt. Die kommen dann eventuell nach der Fertigstellung des Werkes. Erstelle ich ein Bild nur für mich und nie für andere? Ist es so dramatisch wenn ich eine Wertschätzung (auch in Form von Geld) gutheiße? Kann ein Künstler nie "gut" sein wenn er eine Gewinnerzielungsabsicht hat? Nutzt es Vincent van Gogh wirklich etwas das seine Werke heute Millionen wert sind und er als grosser Künstler anerkannt ist?

In diesem Sinne wünsche ich allen Künstlern den eigenen richtigen Weg. Übrigens sind Nudeln mit Ketchup gar nicht so übel.

Ein Gruss von

Berndt

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Beiträge: 
04.11.2007 11:42

Hallo,
kein Mensch würde heute mehr von van Gogh reden, wenn er seine Bilder nach kommerziellen Aspekten gemält hätte und den Rest der Zeit mit Selbstvermarktung beschäftigt gewesen wäre, behaupte ich einfach einmal...

Gruß von Matthias

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Close Berndt Schulz - Digitale Kunst
Berndt Schulz - Digitale Kunst

Beiträge: 34
04.11.2007 11:56

Hallo Matthias,

nun ja, ein etwas besseres Leben hätte ich van Gogh schon gegönnt. Ich denke das eine gesunde Mischung aus künstlerischer Tätigkeit gepaart mit etwas Vermarktung schon ganz gut ist. Natürlich soll sich niemand ausschliesslich den Wünschen des Marktes unterwerfen, dass wäre sehr ungut. Allerdings bieten nicht wenige Künstler Auftragsarbeiten an und diese werden ja nach Kundenwünschen angefertigt. Das habe ich mal probiert und bin sehr schnell (glücklicherweise) an meine Grenzen gestossen. Das ist nicht so mein Ding, ich kann nur ein Bild erschaffen wenn ich mich ganz auf mich besinne und den Zeitpunkt selber bestimme ob und wann ein Bild für mich "fertig" ist. Das ist mir sehr sehr wichtig. Bei den Auftragsarbeiten habe ich mich nicht sehr wohl gefühlt.

Ein Gruss von

Berndt

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Beiträge: 
04.11.2007 18:18

Vielleicht hat Vincent van Gogh nicht das Geld gesucht. Wenn du ein Suchender
bist u. über den schnöden Mammon hinausgehen willst, kann es keine Kompromisse
geben. Dann gehst du DEINEN Weg u. folgst keinen Berechnungen. Erfolg mag
dann kommen oder auch nicht. Das Glück findet sich nicht unbedingt in äußerer
Anerkennung. So seh ich das.

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Close Berndt Schulz - Digitale Kunst
Berndt Schulz - Digitale Kunst

Beiträge: 34
04.11.2007 18:54

Hallo Alexander,

da hast Du absolut Recht: Das Glück findet sich nicht unbedingt in äußerer Anerkennung und Erfolg läßt sich nicht immer in Geldeswert messen. Der Weg eines Suchenden ist nicht immer ein sehr gradliniger, unbeschwerter und leichter Weg. Oft ist das Gegenteil der Fall und so war es auch bestimmt bei meinem persönlichen Favoriten Vincent van Gogh. Zudem kenne ich einige dieser beschwerlichen Wege aus eigener Erfahrung und es ging eigentlich nie darum Geld zu machen. Bin eher ein bescheidener Mensch und das werde ich wohl auch bleiben. Ich kümmere mich lieber um die Dinge die ich später mit mir nehmen kann.

Ein Gruss von

Berndt

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Close abART
abART

Beiträge: 15
04.11.2007 19:28

hallo alexander

ja!

kleines aber: ein bisschen mammon für essen, trinken etc. ist nicht schlecht ... aber das findet sich in der regel irgendwie von allein ...

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